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Antiquariat am Moritzberg

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book (2)

Librorum Francisci Petrar/che Impressorum Annotatio. (Angebunden:) Bucolicum Carmen in duodecim eglogas distinctum cum comen/to Beneuenuti Imolensis viri Clarissimi. (= Opera latina). 2 Teile in 1 Band.

Petrarca, Francesco: 5 nn. Bll. (Inhalt, Vita), 489 nn. Bll., 30 Bll. Auf Bl. 5 recto mit schöner architektonisch-figürlicher Holzschnitt-Bordüre (Sphingen, Putti, Poetae, Löwen) gekrönt von Gottvater mit Buch im Tympanon; am Schluß mit schwarzgrundierter Holzschnitt-Druckermarke. Folio (31 x 21 cm). Schwarz-brauner venezianischer Maroquinband d. Z. mit reicher Rollen- und Plattenprägung; Schwarzschnitt. Hain 12829 (datiert den 2. Teil mit 1496); GW M31541 (datiert das Carmen nach 1500); BSB-Ink P-260.050; STC 502 (unter Epistole; keine Angabe zum Carmen oder Horigono); Graesse V, 234 (datiert den 2. Teil auf 1496); Goff P-370. Das Carmen endet mit: "per me Marcum ho/rigono de Venet. Annis. d. nostri Iesu chri/sti currentibus. M.ccccxvi. Die. vii. Iulii." Vieles, auch in der bibliogr. Literatur, spricht dafür, dass das eigentliche Datum 1496 ist, d. h. die Angabe 1416 aus einem Setzer-/Druckerfehler resultiert. Druck in einer Antiqua in 2 Spalten zu 61 Zeilen; der 2. Teil im Scholiendruck mit 62 Zeilen (Kommentar); die Vita stammt vom Herausgeber Girolamo Squarcafico; ein Drucker Horigono ließ sich nicht ermitteln; Goff schließt nicht aus, dass es ein Bearbeiter des Textes sein könnte. Das Tympanon mit Gottvater wurde übernommen aus den Capasca-Ausgaben von 1491 (erneut wieder in der Dante-Ausgabe von 1497; vgl. Pollard und Hind, mit Abb.). Der schöne Einband gering berieben; Rücken und Vorsätze im 19. Jhdt (?) fachgerecht erneuert und mit Spuren von Wurmfraß; Inhaltsverzeichnis, in dem auch das Carmen aufgenommen ist, mit handschriftl. Ergänzungen d. Z.; die Vita mit einigen Marginalien d. Z.; durchgehend von alter Hand paginiert; einige wenige Bll. zu Beginn und Schluss etwas fingerfleckig; 2 Bll. gebräunt. LA
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book (2)

Appendix Deß Fünfften Theils Opervm Theophrasti, In welchem folgende Bücher begriffen: I. Außlegung primae Sectionis Aphorismorum Hippocratis. II. Der Modo Phlebotomandi, dz ist Vnderricht vom Aderlassen. III. De Vrinis, de Pvlsibus, & de Physignomia medica. IIII. De Modo Pharmacandi.

Paracelsus, Philippus Bombastus von Hohemheim: 179 S., 16 nn. Bll. (Index). Mit einigen figürlichen Holzschnitt--Initialen und einer Falttafel (Schematismus) zur Urin-Diagnose. 4°. Gebunden in lat. Pergamenthandschrift des Mittelalters mit marm. Papierrücken des 19. Jhdts; Rückenschild. Vgl. VD16 P373. Der Text ist entnommen der maßgeblichen Paracelsus-Ausgabe von Joh. Huser und entspricht 5.2, S. 695-786; jedoch mit neuer Seitenzahl und eigenem Index, nach dem hier ein Gedicht von Paul Linck folgt: "Naturae geminae qui NOVA prospero". Linck, Mitherausgeber der Werkausgabe, hatte noch Zugang zu den Paracelsus-Autographen und verfaßte insgesamt 3 Gedichte zum Lobe des Paracelsus. Die Pergamenthandschrift des Einbandes in einer (karolingischer?) Minuskel ist schwer lesbar (klein, voller Abbreviaturen und Ligaturen) und für mich nicht entzifferbar; sie stammt wahrscheinlich aus dem Beginn des 14. Jhdts und enthält einen Kommentar zum Neuen Testament (mit Dank für den Hinweis an Ingo Fleisch von manuscryptum, Berlin). Einband berieben und fleckig; obere Kante des Vorderdeckels mit Wurmfraß; Rückenschild mit Fehlstelle; zeitgenössischer Besitzeintrag auf Titelei, dort auch kleiner Wasserrfleck, der sich bis S. 15 fortsetzt; papierbedingt gebräunt; zu Beginn mit schwacher Knickfalte in der Ecke; auf vorderem Spiegel zeitgenössischer Bibl.-Eintrag, dann unleserliches Bibl.-Papiersiegel mit Rundstempel, dann kl. Bibl.-Schild des 19. Jhdts, schließlich das Bibl.-Exlibris eines Dr. Maximilian Joseph Pfeiffer, Deutscher Gesandter in Wien, 1921-1926. DE = Appendix zum 5. Band der Werkausgabe, hg. von Joh. Huser.
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Incomincia el prohemio della arte del ben morire.

Incomincia el prohemio della arte del ben morire.

(Capranica, Domenico: 6 nn. Bll (von 22). Mit 5 Textholzschnitten (1 wiederholt) und 9 figürl. Holzschnitt-Vignetten (2 wiederholt). Kl.4° (18,5 x 13 cm). Dunkelbrauner Maroquinband des frühen 20. Jhdts mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, signiert "K A" (d. i. Katherine Adams). Leider nur ein Fragment mit den letzten 6 Bll. (= Lage c; hier händisch in "a" geändert); Papier gebräunt und gering fleckig; erstes und letztes Bl. im Bund fast unsichtbar hinterlegt. Provenienz: aus der Sammlung Dyson Perrins mit seinem Exlibis und Nummern-Schildchen (208) auf vorderem Spiegel. "Charles William Dyson Perrins (25 May 1864 29 January 1958) was an English businessman, bibliophile, and philanthropist. He was born in Claines, near Worcester, the son of James Dyson Perrins" (vgl. Wikipedia; dort auch ausführlich zu K. Adams), und höchst erfolgreicher Produzent von Worcester-Sauce, der sein Vermögen in Büchern und bibliophilen Stiftungen anlegte. K. Adams arbeitete u. a. auch für das engl. Königshaus. Der Einband ist ein Beleg für die Anschauung, dass Eleganz aus der stilsicheren Vermählung von Schlichtheit mit edlem Material resultiert. D. Capranica (1400-56/8?; vgl. Jöcher I, 1652), Jurist, Theologe, Bibliophiler, Gouverneur zu Imola und Kardinal, schrieb seine Ars moriendi 1453; ein 1. Druck erfolgte 1476. Kein Exemplar vorliegender Edition im worldcat oder im Handel: selten. IT Explicit (auf c6v): "1513 / Finito dellibro ben morire tucto storiato Deo gratias."
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Omnia opera. 4 Bände (= alles Erschienene dieser Edition).

Omnia opera. 4 Bände (= alles Erschienene dieser Edition).

Zusammen ca. 2470 Bll. Mit 4 wiederholten Holzschnittbordüren nach Lucas Cranach, 3 wiederholten ganzseitigen Textholzschnitten und zahlr. Holzschnitt-Initialen. 2° (32*20 cm ). Schweinslederbände d. Z. auf Holzdeckeln, mit 4 Bünden, reicher Blindprägung, Rotschnitt. und hs. Rückentitel. Die blindgeprägten Einbände zeigen auf beiden Deckeln eine breite Rollstempel-Bordüre mit Palmetten, die eine Rollstempelbordüre mit biblischen Szenen umrahmt, die wiederum auf den Vorderdeckeln das geprägte Porträt Luthers und auf den Hinterdeckeln das Porträt Ph. Melanchthons (beide nach Lucas Cranach d. Ä.) umrahmt; Bde 1-3 sind monogrammiert mit VS und datiert mit 1568, Bd 4 datiert mit 1570. Die Titelblätter mit den breiten Holzschnitt-Bordüren Cranachs zeigen vor Gebirgslandschaft mit Burg Luther und den sächsischen Kurfürst in Anbetung des Gekreuzigten, darüber die Evangelisten mit ihren Attributen. VD16 L 3433. Auf der Titelei von Band 1 ist als Druckdatum 1564 angegeben, auf dem letzten Blatt desselben Bandes 1665; Band 4, mit dem Titel: "Tomvs Quartvs Et Idem Vltimvs", beinhaltet die Schriften bis zum Jahr 1548, d. h. bis 2 Jahre nach Luthers Tod. Provenienz: Auf den Titeleien mit den hs. Besitzvermerken von Caspar von Eickstedt, einem von mehreren Mitgliedern gleichen Namens (um das Jahr 1600) aus dem pommerschen schlossgesessenen Adelsgeschlecht, aus dem seit dem 14. Jhdt. zahlr. Bischöfe, Kanzler, Militärs etc. hervorgingen. Alle Bände angeschmutzt, bestoßen und bes. am Hinterdeckel fleckig; bei allen wurden (im 19. Jhdt?) die Rücken durch Pergament ersetzt; der Lederbezug der Deckel gebräunt, teils gelöst bzw. wellig; von den Schließen nur noch die ziselierten Hakenanker vorhanden; einige Marginalien und Unterstreichungen von verschiedenen, teils zeitgenössischen Händen; einige Lagen papierbedingt gebräunt, sonst etwas gebräunt und (braun-)fleckig. Bd 1 mit hs. Glossen auf Vorsatz; Titelei mit angesetztem Papierstreifen am Fuß; erste und letzte 2 Bll. mit Wurmfraß im weißen Rand bzw. im Bug (ohne Textverlust). Bd 2: Hinterdeckel mit eiigen Wurmlöchern und alt hinterlegtem Loch; mit angesetztem alten Papierstreifen am Fuß der Titelei; verso Titelei der ganzseitige Holzschnitt; am Kopf der ersten 5 Bll. Wurmfraß; ab fol. 372 mit Wurmloch im Rand (kein Buchstabenverlust), dann zunehmend Wurmfraß mit Textverlust. Bd 3 am Kopf mit größerem Wurmloch bis fol. 28 mit Text- bzw. Buchstabenverlust, danach weiter im weißen Rand bis fol. 50; Hinterdeckel in der Länge fast unmerklich angebrochen und fixiert. Bd 4: Fol. 675v bis 731 mit einem Zeitstrahl oder einer Geschichtsleiter, beginnend mit dem Kampf des Heiligen Geistes gegen Satan, der Vertreibung aus dem Paradies, dem Erwachen des Bewußtseins durch Vergegenwärtigen des Todes: "Nam Mors sine sensu non est mors (.)", und endend mit dem Jahr 1630 (!). Trotz der beschriebenen Mängel beeindruckendes Exemplar. LA
Biblia latina. Cum Glossa ordinaria Walahfridi Strabo aliorumque et interlineari Anselmi Laudunensis et cum postillis Nicolai de Lyra expositionibusque Guilemi Brito in omnes prologos S. Hieronymi. Hg.: Bernhardinus Gardolus

Biblia latina. Cum Glossa ordinaria Walahfridi Strabo aliorumque et interlineari Anselmi Laudunensis et cum postillis Nicolai de Lyra expositionibusque Guilemi Brito in omnes prologos S. Hieronymi. Hg.: Bernhardinus Gardolus, Eusebius Hispanus und Secundus Contarenus. (Titel auch: (L)Iber uite). 5 Bände.

Mit zusammen 54 Holzschnitten. Gr.-Folio (36*24 cm). In hs. Pergament-Antiphonarblätter des 15. Jhdts neu gebunden von Geneviève von Hahn (Frankfurt); mit hs. Bandnummerierung am Rücken und rotem Sprengschnitt. Editio princeps der Hieronymus-Bibel mit diesen Beiträgen. Hayn 3174; GW 4283 (Artikel liegt bei); Goff B-608; BSB Ink B-473; Expl. abgeglichen mit Digitalisat der NB Wien: Es fehlen das Bl. VVV8 und die Bll. 44 7-10 (= insges. 5 Bll.; inkl. Kolophon). W. Strabo (808/9 - 849), Benedictiner, Erzieher des späteren Karl des Kahlen in Aachen, Dekan in St. Gallen, Abt im Kloster Reichenau) "verfertigte die berühmte glossam ordinariam interlinearem über die heilige Schrift" (Jöcher 4, 863), deren zweispaltiger Scholiendruck die Kommentare der Kirchenväter enthält, vermehrt um weitere Beiträge, darunter auch von Anselmus von Laon (1050-1117), Canonicus und Dekan der Stadt, "eine der führenden Gestalten der Frühscholastik" (Buchwald, S. 37) und Lehrer von Abaelard. Beiträge auch von Wilhelm der Bretone (Brito sive Armoricus; um 1165 bis nach 1226), Kaplan des frz. Königs Philipp-August, sowie auch den antijüdischen Beitrag des Nikolaus de Lyra (1270-1349), Franziskaner aus der Normandie, Verfasser eines 50(!)-bändigen Bibelkommentars, erster gedruckter Bibelkommentator überhaupt und bedeutender Anreger Luthers, so dass kolportiert wurde "Si Lyro non lyrasset, Lutherus non saltasset" (Wenn Lyro nicht aufgespielt hätte, hätte Luther nicht getanzt). Neben der rabbinischen Exegetik des AT ist in Lyros Postillen möglicherweise auch eine Quelle von Luthers antisemitischem Ressentiment zu finden. Die Strabo-Ausgabe der Bibel erschien zuerst 1481 in Straßburg (bei Rusch für Koberger). Alle Bände am Fuß des 1. Bl. mit dem alten Eingangs- bzw. Kollationsvermerk eines J. Bernadinus eines nicht näher bezeichneten Convents. Zu Beginn und Ende alle Bände fleckig, stärker gebräunt bzw. verschmutzt, teils mit Wurmfraß; sonst sauber, mit wenig (Wasser-, Finger-, Tinten-) Flecken; Foliierung fehlerhaft. Trotz der Mängel ein beeindruckendes Exemplar dieser monumentalen Bibel-Ausgabe. LA