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Antiquariat am Moritzberg

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Opus concionatoriû (.): quadrifariamq divisum. Sermões Hyemalis d têpore. Sermones estivales d têpore. Mariale festa b. virg. cõtinens. Sanctorale vel sermões d sctis. Hg. Wolfgang Angst. 4 Teile in 1 Band.

Postinkunabel aus Hagenau - Porta, Santius de (Sancho): Fol. 136, 2 Bl. (letztes weiß), 10 Bl., fol. 141, 1 w. Bl., fol 98 (recte 113), 1 w. B., 6 Bl., fol. 76, 12. Mit 4 Holzschnitt-Titelbordüren, jeweils aus 4 Leisten anders zusammengesetzt; Titeleien von 1 und 3 in Schwarz und Rot. 2°. Holzdeckelband d. Z. mit braunem, reich geprägtem Kalbslederbezug, abgeschrägten Kanten, Titelschild am Deckel und Rücken, hs. Titel am Fußschnitt sowie Blattweisern. Vollständige Predigtsammlung des Benediktinermönches Sancho Porta aus Saragossa (ca. 1350- 1429) in einem aufwändigem Lederband d. Z. auf 4 Doppelbünden mit Streicheisenlinien, Rollenstempeln und Einzelstempel (Rauten, Rosen, herzförmige Seeblätter, Lilien, Akanthusgerank etc.) aus dem Benediktinerkloster Tegernsee (dreizeiliger Erwerbsvermerk auf Vorderspiegel, datiert 1520), sowie weiterer Vermerk auf hint. Spiegel. Lederbezug mit einigen Wurmlöchern, am Rücken und den Gelenken etwas rissig; Beschläge und Schließen entfernt; der breitrandige, zweispaltige Druck mit sehr wenigen hs. Glossen und 2-3 Tintenflecken; Bl. LXXII/I mit alt hinterlegtem Randeinriss. Insgesamt ein schönes und beeindruckendes Exemplar. VD16 1648ff; Palau VI, 144; STC 712; Zimmermann: Bayr. Kloster-Heraldik, S. 156f; Jöcher III, 1711: Porta "predigte aber einst so scharff vor Benedicto XIII, daß ihn dieser in Verhafft nehmen ließ". LA
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Wolfenbüttelsches Adreß-Buch auf das Jahr 1841. Zweite Ausgabe.

V, 146 S. Mit lithogr. Frontispiz (Schloß Wolfenbüttel) nach C. Bunos Kupferstich von 1652, ausgeführt von Oehme & Müller (Braunschweig), sowie das Stadtwappen als Titevignette; verso Titelei das Stadtwappen als montiertes Rundsiegel. 8°. Lithogr. OKartonage. Laut KVK (August '19) nur 3 weitere Exemplare bekannt (UB Frankfurt, LB Hannover, HAB Wolfenbüttel); bei dem anonymen Herausgeber handelt es sich vermutlich um den Magistrats-Sekretair Heinrich Ludwig Morgenstern, seinerzeit wohnhaft in der Neuestr. 128. Zum Stecher des Frontspizes, Conrad Buno (1613-1671; Mitarbeiter Merians, dem er insges. 225 Vorlagen von Ortsansichten lieferte), vgl. auch Jarck (Brsg. Biogr. Lex., S. 122), der Bunos Bedeutung für Wolfenbüttel darstellt, wo er z. B. als Ratskämmerer tätig war, die Tochter eines Bürgermeisters heiratete, für den Herzog arbeitete, eine Verlagsbuchhandlung gründete etc. Beiliegend ein Zeitungsausriss von 1912 (über den Wappenschmuck an der Herzoglichen Kreisdirektion) und eine Postkarte, datiert 1912 und von einem Fritz Karner gerichtet an den Inspector Fr. Jeep, mit welcher jener berichtet, dass "ungefähr 1840" eine Famile Wrede von einem Herrn von Unger für "nur" 500 eine Immobilie gekauft hat, die von der Oker und dem "jetzigen" Spinnereigelände begrenzt war. Die Namen Wrede und von Unger tauchen im Übrigen im Adressbuch auf, wobei es sich bei von Unger wahrscheinlich um den Kammer- und Stadtrath handelt, wohnhaft am Schloßplatz 44. Der Postkarten-Adressat Fr. Jeep hat das Buch bzw. seine Einträge einer eingehenden Bearbeitung unterworfen, d. h. zahlreiche Ergänzungen, Verbesserungen, Glossen, Korrekturen, Präzisierungen etc. auf Vorsätzen, Rändern oder zwischen den Zeilen in Bleistift angebracht, die dies Exemplar trüffeln und insgesamt für die Lokalhistorie von erheblichem Interesse sein dürften. Berieben, bestoßen und gebräunt; Rücken angebrochen und mit transparentem altem Pergamentpapier verstärkt, dabei auch die losen Deckel fixiert; teils gebräunt und etwas fleckig. Weitere Abbilungen via email auf Anfrage. DE
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Telluris Theoria Sacra, Originem & Mutationes Generales Orbis Nostri, Quas aut jam subiit, aut olim subiturus est, complectens. Accedunt Archaeologiae Philosophicae, Sive Doctrina Antiqua de Rerum Originibus.

Burnet, Thomas: Gest. Titel, Titel mit gest. Vignette, 4 Bl., 558 S. Mit 10 Textkupfern und 5 Tafeln, davon 2 gefaltete Karten. 4°. Pergament d. Z. auf 5 durchzogenen Bünden und mit Rückenschild. Der "königliche Cabinetsprediger" Th. Burnet (1632/5-1715) erzählte in seinen "archaeologias philosophicas" "etwas allzufrey und unvorsichtig von der Historie der Schöpfung, von dem Fall der ersten Eltern, insbesondere der Eva" und "zog sich dadurch mächtige Feinde auf den Hals" (Jöcher I, 1505); in seinen "seltsame(n) Meinungen" (ibid.) findet sich kaum eine durch Erkenntnisse der Wissenschaft angekränkelte These, was aber durch festen Glauben, altphilologische Lektüre, Mythologie und Spekulation ersetzt wird. Kurz: Wer über die tellurischen Verhältnisse vor der Sintflut oder im Paradies sich unterrichten will, wird hier fündig. Neben diesem seinem Hauptwerk war Burnet auch Verfasser theologischer und medizinischer Werke, von denen er jedoch manche kurz vor seinem Tode selbst verbrannte. Gering berieben; Block gelockert und hinteres Gelenk gelöst, dadurch 2 Bl. mit Einriss am Bug: Möglicherweise wurde hier ein ehemals nachgebundener Teil entfernt, der allerdings nicht unmittelbar etwas mit dem Text zu tun haben konnte, denn dieser ist komplett. Die beiden Schriften (Theoria und Archaeologia) hier erstmals in einem Band vereinigt. Poggendorff I, 348f; vgl. Brunet I, 1410f LA
Buddha. Szenen aus seinem Leben

Buddha. Szenen aus seinem Leben, beginnend mit der Erleuchtung bis zur Gründung einer Gemeinschaft. Handschrift und Malerei.

Schrift und Malerei (in Tempera und Aquarell) auf starkem, gefaltetem Papier; insges. 18 Segmente (je 88 x 433 mm) ergeben ein Leporello oder Ziehharmonika-Buch von ca. 150 x 45,5 cm Größe; die Deckel, an denen jeweils 1 Segment montiert ist, sind aus schwarz lackiertem Holz mit umlaufenden weißen Sägezahn-Muster und je vier goldfarbigen Metall-Siegeln oder -Buckeln, die Tiere wie Elefanten, Tiger, Mäuse oder Affen zeigen; die schräg gefasten Kanten sind umlaufend eingefasst von einem perlartig gekörnten dünnen Draht. Auf der einen Seite des Leporellos befindet sich eine Handschrift, auf der anderen eine Malerei. Diese zeigt in einer Folge von 8 Bildern auf jeweils 2 Segmenten eine Szene aus dem Leben Buddhas nach seiner Erleuchtung unter dem Feigenbaum: Ein schwerbewaffneter Krieger auf seinem wütenden Kampfelefanten stürmt auf Buddha zu, doch der bleibt gelassen; ein Dämon oder ein Drache bedrohen Buddha, doch der ist gelassen; ein Kriegsheld hat das Schwert abgelegt und senkt in Demut das Haupt vor Buddha; Buddha unterrichtet eine königliche Familie; etc. Vermutlich handelt es sich um einen Teil eines mehrbändigen Werkes, das Buddhas Leben in seiner Gesamtheit darstellt; auch die Gestalt des Textes, der unvermittelt einsetzt und wieder abbricht, spricht dafür. Deckel etwas bestoßen; Draht an einer Stelle lose (ca. 1 cm); Schriftseite teils etwas fleckig; ein hinterlegter Einriss von ca. 5 cm (durch Brandloch? Tintenfraß?). Weitere Abbildungen auf Anfrage. Graphik DE
Statuta ordinis Cartusiensis. EA. 6 Teile in 1 Band.

Statuta ordinis Cartusiensis. EA. 6 Teile in 1 Band.

Guigo de Castro: 261 Bl. (ohne weißes D6), 50 num. Bl. Mit 5 großen (3 blattgroßen) und 33 kl. Holzschnitten (Porträts) von Urs Graf (?); rubriziert und mit eingemalten Initialen, alternierend in Rot und Blau. 2°. Brauner Maroquinband des 18. Jhdts mit dreifachen Goldfileten an den Deckeln, Steh- und Innenkantenvergoldung, Rückentitel und reicher -vergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt. VD16 G 4071; Adams G 1559; Panzer VI, 186, 84; Buchberger I, 1812, Die Auflage war nicht für den allgmeinen Verkauf gedacht, sondern den Mitgliedern des Ordens vorbehalten. Das Werk beruht auf mündlichen Überlieferungen der Ordenssatzungen des Guigo (um 1083-1337; 5. General-Prior der Kartäuser) und wurde von Georg Reisch, Prior der Karthause in Freiburg i. Br., in Auftrag gegeben; die hier erstmals gedruckten Satzungen (Consuetudines Cartusiae) sind cum grano salis heute noch maßgebend für diesen Einsiedlerorden (in der Fassung des Generalpriors Le Masson von 1688); bis 1507, also unmittelbar vor der Entstehung vorliegender Statuta, sind Kartäusergründungen von 230 Männer- und 17 Frauenklöstern bekannt waren (vgl. RGG III, 639). Die Gesamtauflage der Statuta, die ja nur für den Dienstgebrauch bestimmt waren, dürfte wenig höher als deren Anzahl gewesen sein. Ecken und Kanten etwas berieben; Deckel mit schwachen Schabspuren; Hinterdeckel etwas verfärbt bzw. gering fleckig; einige kleinere Feuchtigkeitsflecken zu Beginn und Ende; die eingemalten Initialen (zwei- oder sechszeilig) teils mit gebräuntem Abklatsch; die große Initiale zu Beginn (auf A4; 6 Zeilen; Gold auf blauem Grund) verwischt; auf dem vorderen Spiegel mit 3 verschiedenen Exlibris, darunter auch das der Leys School, Cambridge, UK, datiert mit 1914. Insgesamt ein beeindruckendes und repräsentatives Exemplar, gebunden wahrscheinlich für den Grafen und berühmten Bibliophilen Girardot de Préfond (mit seinem Exlibris), der es mit dem größeren Teil seiner Bibliothek 1769 (zur Begleichung seiner Schulden für 50000 Fr.) an den Count Macarthy verkaufte. LA
Libri omnes.

Libri omnes.

Priscianus Grammaticus Caesariensis: 3 Bl., 936 S., 9 Bl. 8°. Schweinslederband d. Z. auf starken, geschrägten Holzdeckeln und 3 Bünden sowie mit reicher Blindprägung (Streicheisen, Fileten, floralen und Porträt-Rollstempeln etc.). Enthalten sind auch die Ausführungen des Hermogenes über die rhetorischen "praeexercita" und das Gedicht des Rufinus über die Komik bei Terenz und Plautus. Vgl. Jöcher III, 1779f; BM STC 715; VD16 P 4840; Tusculum-Lex., 420: Priscianus' "Grammatisches Lehrbuch (.) ist das umfangreichste erhaltene Werk auf diesem Gebiet, wichtig vor allem durch die Zitate aus Autoren der älteren Zeit; es war im Mittelalter das maßgebende Lehrbuch der lateinischen Sprache. Andere Schriften befassen sich mit Metrik und Rhetorik (.)." Über die Person ist wenig bekannt, als dass er um 525 lebte, aus Mauretanien stammte, in Caesarea studierte und in Konstantinopel Grammatik lehrte; auch übersetzt er die Erdbeschreibung des Dionysos in lat. Hexameter. Etwas berieben bzw. bestoßen; Einband gebräunt und (finger-)fleckig; von den 2 Schließen nur noch die Anker auf den Vorderdeckeln und Reste der Leder-Schließenbänder erhalten; Titelei mit größerem Ausriss (teilw. hinterlegt); erste 3 Bl. mit Wurmfraß am Fuß (kein Textverlust). Auf Vorderspiegel ein Holzschnitt (fleckig und mit größerem Ausriss) montiert: im Ring einer Schlange, die sich in den Schwanz beißt, ein Meereswesen mit Frauenkörper und geschupptem Fischschwanz; darunter ein sechszeiliger lat. Vers (= p. XLI eines unbekannten Werkes). LA