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Antiquariat Gerhard Gruber

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Neu vollkommen Kräuter-Buch, Darinnen uber 3000. Kräuter, mit schönen und kunstlichen Figuren, auch deren Underscheid und Wirckung, samt ihren Namen in mancherley Spraachen, beschrieben. Vormahls durch Casparum Bauhinum. gebesseret. Jetzt wiederumb auffs newe übersehen. und. vermehret durch Hieronymum Bauhinum. 3 Teile in 1 Band.

Tabernaemontanus, Jacobus Theodorus. (38 x 23 cm). (14) 663 S.; 1 Bl., SS. 665-676, 1 Bl., SS. 677-1529, 66 Bll. Mit gestochenem Titel, zwei Druckermarken und über 2400 Textholzschnitten. Moderner Pergamentband mit 2 Schließen. Vierte Ausgabe, erste in Basel gedruckte, hier in einem vollständigen Exemplar. - Hauptwerk des berühmten Botanikers und Arztes und eines der umfangreichsten Kräuterbücher seiner Zeit. Jakob Theodor von Bergzabern, bekannt geworden durch die latinisierte Form seines Heimatortes Tabernaemontanus, war Schüler von Hieronymus Bock und von Brunsfeld; später übernahm er die Apotheke in Weißenburg und wurde schließlich Leibarzt des Kurfürsten und Bischofs von Speyer. Als Arzt wendet er sich entschieden gegen den Gebrauch zusammengesetzter Arzneimittel und tritt für die Anwendung einfacher pflanzlicher Medikamente ein. In seinem reich illustrierten Kräuterbuch ordnet Tabernaemontanus die Pflanzen bereits nach Spezies und beschreibt deren Standort und Blütezeit. Einen breiten Raum nimmt die Beschreibung des medizinischen Nutzens der Pflanzen ein, unterschieden nach innerem und äußerem Gebrauch. Anfangs verlegerisch nicht sehr erfolgreich, setzt die große Verbreitung des Werkes erst mit der Bearbeitung durch den berühmten Botaniker Kaspar Bauhin ein. Es ist das in der Schweiz am meisten geschätzte und gebrauchte Kräuterbuch. - Durchgehend leicht gebräunt bzw. stockfleckig, stellenweise etwas stärker und vereinzelt mit Anmerkungen von alter Hand. Ein Blatt mit ergänztem Eckabriss (ohne Textverlust). Insgesamt, besonders für ein derartiges Gebrauchsbuch, sehr gut erhalten. - Hirsch/H. V, 502; VD17 39:125471N; Nissen BBI 1931; Heilmann 297; Pritzel 9093.
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Letztes Mineral-System. Aus dessen Nachlasse auf oberbergamtliche Anordnung herausgegeben und mit Erläuterungen versehen.

Werner, Abraham Gottlob. (20 x 12 cm). XIV, 58 S. Leinwandband der Zeit. Erste relevante Ausgabe. - "Third, expanded publication of Werner's mineral system. It describes 317 mineral types as opposed to the 183 of the first version" (Freilich). "A landmark in mineralogy, despite its slim size" (Wilson). Werners Mineralsystem erschien erstmals 1789 und verbessert 1816 im "Bergmännischen Journal". Die letzte und relevante Ausgabe wurde 1817 posthum von seinen Studenten J. C. Freiesleben, A. Breithaupt und A. W. Köhler herausgegeben. - "Although Werner is best known for his contribution to the founding of geology as a science, he first achieved recognition as a mineralogist. He considered mineralogy to be the basis for all the study of the earth, dividing it into five branches, of which geognosy (historical geology) was one and oryctognosy (descriptive mineralogy) another. And during all the years in which his theories on geognosy were arousing so much interest and controversy, he continued to work on his mineralogical system, the final version of which appeared after his death in 1817" (DSB). - Titel mehrfach gestempelt. Vorsatz, Titel und ein Textblatt jeweils mit sehr gut restauriertem Ausschnitt (Textblatt mit geringem Buchstabenverlust), sonst sehr sauber und wohlerhalten. - DSB 14, 256; Wilson, Mineral Books S. 62; Norman 2207; Hoover 877; Freilich 554
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Ueber die Flugmaschine des Uhrmachers Jakob Degen in Wien. 11 S. – Und: Derselbe. Fortgesetzte Nachrichten von den Versuchen des Uhrmachers Degen in Wien mit seiner Flugmaschine. SS. 192-203. Mit 1 mehrfach gefalteten Kupfertafel. In: Annalen der Physik. Herausgegeben von L. W. Gilbert. Bände 030 und 031.

Stelzhammer, Johann Christoph. (20 x 11,5 cm). (16) 516 S./ (12) 452 S. Mit 12 teils gefalteten gestochenen Kupfern auf 11 Tafeln. Lederbände der Zeit mit reichen Rückenvergoldungen. Erste Ausgabe der beiden sehr seltenen ersten Berichte über Degens Flugversuche und -maschine. - Der erste Bericht vom 26. August 1808 erschien noch vor der Veröffentlichung von Degens eigener Schrift und enthält ausschließlich die Beschreibung der berühmten Flugmaschine. Im zweiten Bericht vom 8. Dezember 1808 ergänzt Stelzhammer seinen ersten Bericht um die detaillierte Beschreibung des Wasserstoffballons und die Beschreibung der Vorbereitung und Durchführung der beiden Flugversuche vom 13. und 15. November 1808 sowie die Messung der erreichten Flughöhe. - Die Tafel mit der berühmten dekorativen Darstellung Degens und seines Flugapparates. - Nach jahrelangen Vorarbeiten führte der begabte und vielseitige Uhrmacher und Erfinder Jacob Degen 1808 seine berühmten Schwingenflugversuche durch, die die ersten gesteuerten Freiflüge darstellen. Die von ihm konstruierte Flugmaschine besteht aus "zwei herzförmig gestaltete(n) Flügel(n), die mit Klappen aus gefirnisstem Papier versehen waren. Die beiden Flügel waren durch ein Gestänge verbunden und wurden mittelst der Arme und Beine auf- und niederbewegt. Später suchte Degen seine Flugmaschine zu vervollkommnen, indem er zur Erlangung des Auftriebs seinen Apparat an einen Luftballon aufhing" (L-W). - Der Klagenfurter Physikprofessor Stelzhammer (1750-1840) förderte Degen durch die Veröffentlichung von Berichten über seine Aktivitäten. - Stempel auf Titel. Einbände gering berieben und Rückenschilder abgeplatzt. Insgesamt nahezu fleckenfreies Exemplar in guter Erhaltung. - Liebmann-Wahl 1121 und 1122; nicht bei Brockett, Tissandier und Gilhofer
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Theatrum Botanicum. Das ist: Neu Vollkommenes Kräuter-Buch, worinnen Allerhand Erdgewächse der Bäumen, Stauden und Kräutern, welche in allen vier Theilen der Welt, sonderlich aber in Europa herfür kommen.

Zwinger, Theodor. (36 x 22 cm). (10) 995 (53) S. Mit gestochenem Frontispiz, doppelblattgroßem Kupferstich-Porträt des Autors und über 1200 Textholzschnitten. Dekorativer moderner Halblederband im Stil der Zeit mit reicher Rückenvergoldung. Erste Ausgabe von Zwingers Neubearbeitung des Mattiolischen Kräuterbuchs. - Zwinger, der besonderen Wert auf die Pflanzen legte, die der Wundbehandlung dienen, verbesserte und erweiterte das von B. Verzascha herausgegebene "Neu vollkommene Kräuterbuch", das seinerzeit auf die deutsche Bearbeitung des Kräuterbuchs von Matthiolus durch J. Camerarius zurückgeht. Er verwendet dabei zum Teil Holzschnitte aus dem Nachlass von C. Gessner. Es enthält wie die meisten Kräuterbücher wertvolle kulturhistorische Angaben u.a. über Genussmittel wie Tee, Kaffee und Schokolade. Am Schluss noch mit einer mehrseitigen Beschreibung der Tabakpflanze. - Titel mit Besitzvermerk von alter Hand. Stellenweise etwas gebräunt und an den Rändern stockfleckig. Mit zahlreichen Annotationen von alter Hand. Registerblätter stellenweise leicht angerändert und mit kleinen Fehlstellen im Rand (ohne Textverlust). Insgesamt noch gut erhalten, besonders für ein derartiges Gebrauchsbuch. - VD17 3:000174P; Nissen BBI 1311; Pritzel 10532. - Beigebunden: 4 restaurierte Blätter, meist eng beschrieben von alter Hand